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ERZIEHUNG

Kleine Hunde sind lebhaft, verspielt und haben bisweilen ihren eigenen Kopf.
Auch wenn Sie ihnen nie lange böse sein können - auf manchen Schabernack ihrer Vierbeiner würden viele Hundebesitzer wohl trotzdem gern verzichten.
Hier die wichtigsten Erziehungstipps auf einen Blick.

ERZIEHUNG

Schritt für Schritt

Wer seinem kleinen Vierbeiner etwas beibringen möchte, braucht vor allem eins: Geduld. Es bringt nichts, die Messlatte schon von Beginn an hochzulegen - der Hund muss erst lernen, auf kleine Dinge zu reagieren und einfachen Hörzeichen zu folgen. Erst wenn er seine erste Übung sicher beherrscht, ist er für eine anspruchsvollere Aufgabe bereit.

Unmittelbar reagieren

Egal, ob Lob oder Tadel: Beides wirkt nur unmittelbar. Hat der Liebling gerade etwas gut gemacht? Dann freut er sich über Streicheln oder freundliche Worte. Begriffe mit dem Vokal "i" wie "prima" oder "fein" merkt er sich besonders leicht. Genauso funktioniert eine Rüge auch nur, wenn sie in direktem Zusammenhang mit dem Verhalten des kleinen Frechdachs steht. Kommt die Reaktion zu spät, versteht er die nachträgliche Standpauke nicht. Sie sorgt nur dafür, dass er sein Vertrauen zu Frauchen oder Herrchen verliert.

Klare Unterschiede

Belohnung und Zurechtweisung sollten stets nach denselben Mustern erfolgen. Das hilft dem Hund, Gutes von Schlechtem zu unterscheiden und daraus Regeln herzuleiten. Wer Lautstärke, Tonfall und Verhalten stets identisch hält, hilft ihm, Situationen richtig einzuordnen: Ein Verbot klingt scharf, Lob dagegen weich. Zu den wichtigsten Kommandos gehören "Sitz/Platz!", "Hier/Bei Fuß!", "Nein/Aus!", "Brav/Gut!". Wörter mit gegensätzlichen Bedeutungen sollten sich nicht zu sehr ähneln, wie etwa "nein" und "fein".

Im Vorfeld eingreifen

Noch besser, als den Vierbeiner nach einem Fehltritt in seine Schranken zu weisen: ungewollte Aktionen gleich vermeiden. Der Kleine führt etwas im Schilde? Ein bestimmtes "Aus!" in normaler Lautstärke stimmt ihn um, wenn er zum Beispiel den Braten in der Küche entdeckt hat oder beim Spaziergang etwas vom Wegesrand fressen will. Umgekehrt funktioniert der Trick genauso: Ein beherztes "Prima!" motiviert ihn, wenn er im Begriff ist, zu gehorchen.

Keine schlechte Laune zeigen

Wenn der kleine Liebling dem Hörzeichen von Frauchen oder Herrchen folgt, ist das ein Zeichen seines tiefen Vertrauens. Sollte ihn einmal der Jagdinstinkt leiten, ist ein Tadel angebracht - auch mit lauten Worten. Doch wer dem Hund gegenüber die Beherrschung verliert, zerstört die wertvolle Bindung. Wenn es einmal nicht richtig klappt, auf keinen Fall die Geduld verlieren: Eine unerwartet heftige Reaktion wie plötzliches Reißen an der Leine versteht er nicht.

Gegenleistung erwünscht

Für jede gemeisterte Aufgabe verdient der kleine Liebling nicht nur ein dickes Lob und ab und zu ein Leckerli, sondern auch Zuneigung. Durch Streicheln und wohlwollende Worte erkennt er: Auf Frauchen oder Herrchen ist Verlass, hier bin ich gut aufgehoben. Das stärkt sein Vertrauen.

Häppchen vom Tisch?

Bei Mahlzeiten sitzt der Frechdachs mit großen Augen neben dem Esstisch? Auch wenn es anfangs schwerfällt: Hier ist völliges Ignorieren angesagt. Denn wer ihn anspricht, etwa mit "Nein, du bekommst nichts!", widmet ihm Aufmerksamkeit. Die übersetzt er mit: "Bleib hartnäckig!". Achtung: Einige Nahrungsmittel für Menschen, wie zum Beispiel Schokolade oder Hülsenfrüchte, können für Hunde sehr schädlich sein. Sie gehören auf keinen Fall in den Napf. Weitere Informationen zu ungeeigneten Nahrungsmitteln hat Cesar® für Sie unter dem Artikel "Ungeeignete Nahrungsmittel" zusammengetragen.

Spielzeug statt Leckerli

Zur Belohnung muss es nicht unbedingt immer ein schmackhafter Snack sein. Denn zu viele wohlgemeinte Leckerli können zu Übergewicht führen. Eine gute Alternative ist ein besonders spannendes Spielzeug, zum Beispiel ein Knotenseil, das ausschließlich als Lob zum Einsatz kommt. Das macht dem Kleinen Spaß und hält ihn fit!

Große Sprünge

Ob Jogger, Radfahrer oder Inlineskater: In ihrer Gegenwart fühlen sich kleine Hunde oftmals motiviert, selbst aktiv zu werden. Auslöser für das aufgeregte Bellen und Anspringen ist der angeborene Jagdinstinkt. Dem Hund diese Reaktion abzugewöhnen, erfordert eine konsequente Erziehung. Er sollte lernen, an Frauchens oder Herrchens Seite zu bleiben, wenn sich ein Sportler nähert. Ein Spielzeug oder ein kleines Stöckchen lenken ihn ab. So verliert er schnell das Interesse an anderen Menschen.

Seelenfrieden

Der kleine Racker wirkt unterfordert? Ein kleiner Geschicklichkeits-Parcours fördert seine körperliche und geistige Aktivität. Anfangs genügt es, ihn zum Beispiel mit einem Ball oder einem Leckerli um einen Zaunpfahl oder einen Stuhl herumzulocken. Beherrscht er bereits leichtere Übungen, kann er lernen, über ein Hindernis zu springen, zum Beispiel über einen Stock. Unser Tipp: Je früher das Training startet, desto lernfähiger ist der Hund. 15 Minuten pro Tag genügen - sonst ist der Liebling schnell überfordert. Achtung! Welpen sind erst ab der achten Lebenswoche aufnahmefähig.